Pop up, der Jazzchor der Musikhochschule Detmold, trat im Pumpwerk am 1. März 2020 unter der Leitung von Anne Kohler auf. Ein Konzerttermin zwei Wochen später hätte Wilhelmshaven um ein Highlight ärmer gemacht. Foto: Dieter Erber
Nacht der Chöre
Zum ersten Mal fand in Wilhelmshaven die "Nacht der Chöre" statt - ein voller Erfolg. Publikum und Sängerinnen und Sänger waren begeistert und erstaunt, wieviele Chöre es in der Stadt gibt. Elf Singgemeinschaften traten am Sonnabend, 27. September 2025, im Wechsel an drei verschiedenen Orten auf: in der Christus- und Garnisonkirche, Kirchplatz 1, in der Nordseepassage, Ebertstraße, und in der Stadtbibliothek, Virchowstraße. Es hätten noch mehr sein können, doch das verhinderten Terminkollisionen und andere Gründe.
Die ersten Konzerte begannen um 18 Uhr. Chöre und Publikum wechselten die nah beieinander liegenden Orte - das Publikum nach Belieben, die Chöre nach bestimmtem Plan. Auch CantaMare hat sich an diesem Abend gern hören lassen. Die jeweiligen Kurzkonzerte dauerten nicht länger als 20 Minuten.
Harmonien für
ein Dorf in Togo
Am Rand der togolesischen Stadt Kpalime ist ein Altenheim im Bau - wohl das erste überhaupt in Togo. Möglich machen es Spenden, die der Verein Harmony für Togo sammelt. Außerdem unterstützt der Verein Schüler eines Dorfes, damit sie den Schulbesuch finanzieren können und genug zu essen bekommen. Harmony für Togo hat seinen Sitz in Sande. Ins Leben gerufen wurde der gemeinnützige Verein vor sechs Jahren von Christa Czelinski, Krankenschwester im Ruhestand, nach einem Besuch eines Chores aus Kpalime bei der evangelischen Kirchengemeinde Sande, woraus Freundschaften entstanden - und die Erkenntnis, dass Hilfe Not tut. Mehr über den Hilfsverein erfährt man auf der Website www.harmonyfeurtogo.de.
CantaMare hat dieses Projekt mit einem Konzert am 22. Juni in der Friedenskirche in Wilhelmshaven-Fedderwardergroden unterstützt. Eintrittsgelder und der Verkauf von Getränken in der Pause durch den Verein harmony für Togo ergaben einen Spendenerlös in Höhe von rund 2500 Euro.
Der Rezensent der Wilhelmshavener Zeitung lobte den Chor unter anderem wie folgt: "Seine ganze Bandbreite zeigte der Chor auch in seiner Mischung aus kunstvoll dargebrachten Volksliedern wie dem schlesischen "Schlaraffenland" und dem heimischen "Dat du min Leevsten büst". Was dann im knackigen Gegensatz zum komplex dargebrachten Funk-Song "September" von Earth, Wind and Fire stand . . . Die begeisterten Zuhörer dankten mit stehenden Ovationen."
Völlig abgefahren
Nach fünf Jahren Pause endlich wieder auf der Pumpwerk-Bühne: Zusammen mit dem Hannoveraner Hochschulchor Vivid Voices gab CantaMare am 1. März 2025 im Rahmen des Wilhelmshavener A-cappella-Festivals ein gemeinsames Konzert unter dem Motto "Friends in concert". Die Chöre eroberten ihr Publikum im Sturm. Zum Schluss applaudierte es im Stehen.
Die Mischung macht's. CantaMare mit seinem peppig-poppigem Sound unter der Leitung von Susanne Siefken zeigte sich hervorragend vorbereitet, in Tempi, Rhythmus und Tonalität sicher, humorvoll und locker und noch dazu im neuen schicken Outfit.
Arrangements von Oliver Gies, Daniel Dickopf, Christoph Hiller, Jan-Hendrik Herrmann, Martin Carbow, Nane Bache - alle in der modernen deutschen Chorszene angesagte Arrangeure - boten einen bunten Mix aus ruhigeren oder beschwingten bis vorwärts schmetternden Stücken. Erst wurde "Radio" aufgedreht, dann flogen "Angels" und "Kleine graue Falter" in die Gehörgänge des Publikums, bevor Ina Müller erklärte, dass "Schuhe" gegen Liebeskummer helfen, getreu dem Motto "Dat du mien Leevsten büst" - das plattdeutsche Lied und das schlesische "Schlaraffenland" standen für die Aktualität des Volkslieds. Mit einigen weiteren Stücken und einem "Little Smile" entließ CantaMare das Publikum in die Pause, bevor Vivid Voices unter Leitung von Claudia Burghard es für sich einnahm.
Und zwar mit einem politisch durchwobenen Programm. Die Studenten machten mit ihrer Stücke-Auswahl deutlich, wo bei den jungen Leuten heute der Schuh drückt - sie forderten Achtung für die Umwelt, für Diversität und Mitmenschen in Not, konkret für Flüchtlinge, ein. Arrangements aktueller und früherer Hits wie "Unwritten", "Meermenschen", "Where is Love", "Record Player", "Little Blue", "The Code" und "Vivid Democracy" unterstrichen dies eindrücklich. Der Chor beeindruckte mit seiner großen Könnerschaft, ausdrucksstarker Musikalität, ausgefeilter Rhythmik, einzelne Sängerinnen und Sänger mit starken Soli und alle mit einer Freude am Tun, die das Publikum ansteckte. Den Abschluss bildete "#lautsein", ein politisches Statement gegen Demagogie und politische Scharlatanerie, das beide Chöre gemeinsam vortrugen.
Den Chor erreichten viele begeisterte Rückmeldungen. Die "Wilhelmshavener Zeitung" bescheinigte, "wie gut die Sänger und Sängerinnen die aufwendig arrangierten Stücke aus den Bereichen der Pop- und Jazzmusik verinnerlicht" hätten, ja lobte Vivid Voices für seine "völlig abgefahrene Darbietung, die das Publikum im Pumpwerk zu Recht zu Begeisterungsstürmen hinriss".
Beim Afterglow im Pumpwerk-Club klang der Abend für die beiden Chöre erst nach Mitternacht aus. Und selbst auf dem Nachhauseweg und im Nachtquartier auf dem Wohnschiff Arcona feierten die Studenten weiter. "So ausgelassen und feierlustig habe ich meinen Chor selten erlebt", schrieb Claudia Burghard einen Tag später. Das wiederum freut die Sangesfreunde von CantaMare, die sich mit ihrem Konzept auf ganzer Linie bestätigt sehen.
Ein Frühlingserwachen
Es war wie ein Frühlingserwachen - für uns und für unser Publikum. Vier Jahre lagen seit unserem letzten Konzert in unserer Heimatregion mit unserem Pop-Programm zurück. Doch mit einigem Anlauf waren wir nach langer Corona-Pause jetzt wieder präsent: Das Konzert mit dem Chor Vode aus Ostwestfalen am 3. Mai 2024 in der Stadtkirche Jever geriet sensationell. Das Publikum strömte in großer Zahl in den Konzertsaal und ließ sich von unseren Liedern und unserer guten Stimmung in fröhliche Laune versetzen. Susanne Siefken hatte uns bestens vorbereitet.
Mit ein bisschen Demut begann das Programm: Human von Rag 'n' Bone Man wurde gefolgt von Line Groths "Wenn ich ein Vöglein wär/Kommt ein Vogel geflogen", Oliver Gies Arrangement entführte ins "Schlaraffenland", mit Peter Fox machten wir Station im "Haus am See". Dort knarrten die Türen in der Gewissheit, "Das du mien Leevsten büst", umformatiert zu einer stimmungsvollen leisen Jazz-Ballade. Motten wurden noch selten besungen, das holten wir mit "Kleiner grauer Falter" von Oliver Gies nach. Ina Müllers "Schuhe" hatten die passende Größe für uns und waren ebenso neu im Programm wie "Angels" von Robbie Williams. Mit Christoph Hillers "Little Smile" zauberten wir schließlich dem Publikum noch einmal ein Lächeln aufs Gesicht.
Wie schrieb der Rezensent des "Jeverschen Wochenblatts" und der "Wilhelmshavener Zeitung" an diesem Abend: "Aber einfache Coverversionen waren es nicht, sondern geniale Arrangements (...), die das Publikum nachdenklich stimmten oder auch erheiterten. Keine leichte Aufgabe für einen Laienchor: Offbeats, häufige Tempowechsel, ungewohnte Jazz-Harmonien, Dynamik vom Pianissimo bis ins Fortissimo (...). Das funktioniert nur, wenn man der tollen Dirigentin folgend auswendig singt, dabei entspannt ist und mit unglaublich viel Freude das Publikum anzustecken weiß".
Dann der Auftritt von Vode, ein Ensemble von ehemaligen Studenten der Detmolder Musikhochschule, die dem Hochschulchor Pop up angehört hatten und mit den Chorsingen nicht aufhören wollen. Einmal im Jahr treffen sie sich seit 2022 zu einem mehrtägigen Workshop, um Stücke einzustudieren und an mehreren Wochenenden verteilt übers Jahr Konzerte zu geben. Sie legten beim künstlerischen Anspruch noch eine Schippe drauf und sangen Jazz-Arrangements mit hoher Professionalität, so "Back In The High Life Again" von Steve Winwolld, "Evergreen" Jebba George Moor, "Human Heart" von Coldplay, "I Was Brought To My Senses" von Sting, "Vanishing Act" von Rajaton und weiteres.
Auf Weihnachten eingestimmt
Schön war's. Am dritten Advent, 17. Dezember 2023, 19 Uhr traten wir zusammen mit den Frauenchören ChoryFeen und Choriosa sowie einem kleinen, aber feinen Ensemble des Akkordeonorchesters Schortens in der Sillensteder St.-Florian-Kirche auf und gaben ein gemeinsames Weihnachtskonzert. Susanne Siefken leitete alle drei Chöre durch ein abwechslungsreiches zweistündiges Programm. Milena Arutjunova begleitete einige Stücke am Klavier. Hartwig Oldenettel leitete das Akkordeon-Ensemble. Pastor Machtemes begrüßte die Gäste und spendete zum Abschluss den Segen.
Beim Chorfestival im Bremer Schlachthof
Im Mai 2023 waren wir Gast beim Bremer Jazzchorfestival im Schlachthof. Seit Jahren geplant und fest vereinbart, wegen Corona mehrmals verschoben, erfüllte sich für uns der lange gehegte Wunsch, im Schlachthof auf der Bühne zu stehen. Zusammen mit Sugar`n Spice, Chorprojekt X und Quintabulous wurde dieser Abend für uns, die anderen Mitwirkenden und das Publikum nach langer Zwangspause ein bewegender Abend. Die Lust, endlich wieder auf der Bühne zu stehen, war allen Mitwirkenden anzumerken.
In schönsten Klangwelten
Was für ein herrliches Konzert: Mit der Einladung von Pop-Up (Foto) , dem Jazzchor der Musikhochschule Detmold, für unser Konzert "Friends in concert" im Rahmen des A-cappella-Festivals Wilhelmshaven im Pumpwerk hatte unser Wilhelmshavener Publikum Gelegenheit, einen der besten Chöre Deutschlands zu genießen. Die Studenten und übrigen quasi-professionellen Sängerinnen und Sänger entführten das Publikum in traumschöne Klangwelten, bewiesen eine traumwandlerische rhythmische wie tonale Präzision, boten hervorragende Solistinnen und Solisten auf und zeigten sich vom Soul über den Blues bis zum eleganten Jazz in jeder Hinsicht stilsicher. Am hellen Klangbild erkannte man auch bei diesen Konzert die musikalische Handschrift Kohlers. Nicht zuletzt gefiel das Ensemble durch die charmante Art und Weise seines Auftritts. Das Publikum zeigte sich begeistert. Wer die schicken Arrangements von "Make Me Feel", "River", "Her's To Life","Bang Bang", "You And I" und den anderen Titeln noch einmal nachhören möchte, kann sich die neue CD besorgen.
Wir von CantaMare machten wieder einmal den Auftakt. Neu im Programm zwei Lieder von Ed Seeran, "Thinking Out Loud" und "I See Fire", der düstere Abspann des zweiten Films der Hobbit-Filmtrilogie, Smaugs Einöde, aus dem Jahr 2013. "Human" von Rag'n'Bone Man, moderne Volkslieder-Arrangements, das humorvolle "Probier's mal mit 'nem Bass" von den Wise Guys, der schwungvolle "September" von Martin Carbow und manches andere Stück nahmen das Publikum im wieder einmal ausverkauften Pumpwerk-Saal vor der Pause gefangen.
Wir hoffen, diesen Ohrenschmaus mit Pop-Up und uns eines Tages noch einmal servieren zu können.
Übrigens: Die Detmolder Gäste zeigten sich auch von unseren "CantaCulinarischen" Fähigkeiten backstage begeistert.
Sirenenklänge beim Seglertreffen
Bei den Bad Boys in Dortmund
Am Sonnabend, 7. September, 2019 ging es nach Dortmund, als Special Guests des Jubiläumskonzert 25+1 des Barbershop-Chors "Bad Boys". Dieser fröhliche Männerchor mit seinen witzigen choreografischen Einfällen ist ein echter Hingucker und Ohrenschmaus. Wir hatten ihn 2017 in Wilhelmshaven zu Gast. In der Banter Kirche begeisterte er als die große Unbekannte unser Publikum - und hinterließ nachhaltigen Eindruck. Das Konzert im Fritz-Henßler-Haus in der Dortmunder Innenstadt fand vor ausverkauftem Saal statt. "You'll never walk alone" lautete das Motto. Die Bad Boys unter Leitung von Hans Frambach rahmten unsere beiden Sets in den beiden Hälften des Konzerts ein. Und was soll man sagen: Auch über unseren Beitrag von der Küste schlugen die Wogen der Begeisterung zusammen. Das Publikum feierte beide Chöre. Anschließend stießen wir mit den Bad Boys beim After Glow auf das Jubiläum an. Wir hatten Bus und Hotel geordert und konnten kräftig mit auf den Putz hauen.
Upgrade in Trossingen
Viel gelernt, Kontakte geknüpft und Spaß gehabt - auf diesen Nenner bringen Chorleiterin Susanne Siefken und Vorsitzender Hartmut Siefken ihre Erfahrungen beim Workshop des Deutschen Musikrats für Jazzchor-Leiter und -Sänger. Die Fortbildung fand vom 19. bis 26. Juli 2019 im schwäbischen Trossingen statt. Hier bietet die Bundesakademie für musikalische Bildung optimale Voraussetzungen. Susanne und Hartmut Siefken haben zum wiederholten Mal an diesem Workshop teilgenommen.
In diesem Jahr hatte der musikalische Leiter des Workshops, Dr. Matthias Becker, den Komponisten, Arrangeur und Hochschul-Dozenten Kerry Marsh aus dem US-amerikanischen Colorado sowie die finnische Arrangeurin, Musikerin und Hochschul-Dozentin Merzi Rajala als Dozenten eingeladen. Kerry Marsch studierte mit den rund 60 Teilnehmern eine jazzige Version des Hits von Annie Lennox' Hit "Here Comes the Rain again" ein, ferner das durch Frank Sinatra bekannt gewordene Stück "Nice 'n Easy" von Lew Spence (Musik) und Alan und Marilyn Bergman (Text) in einem eigenen Arrangement und schließlich die durch "Pentatonix" bekannte "Aha!"-Version von Imogen Heap in einem eigenen Chor-Arrangemet ein.
Matthias Becker wartete mit Jens Johansens Chorversion von Stings "Why should I cry for you", mit Malene Rigtrups Arrangement von "Blue" (Musik und Text von Joni Mtchel) in einer angenäherten Vocal-Line-Version und mit einem eigenen Arrangement von "Stolen Moments" nach der Musik von Oliver Nelson auf. Merzi Rajala entführte die Sängerinnen und Sänger musikalisch nach Afrika und Kuba und vermittelte anhand dreier eigener Arrangements die spezielle Rhythmik und die religiöse Intention dieser Volkslieder, die sich auf Kuba mit der christlichen Religion und anderen Musikstilen mischte.
Die Gesangsdozenten Julia Zipprick, Expertin in Complete Vocal Technic, und Michele Grifone, beide aus Köln, schulten die Stimmen der Sängerinnen und Sänger beim morgendlichen Einsingen und bei Einzelstimmunterricht.
Geburtstagsständchen für Wilhelmshaven
Volles Haus, gut aufgelegte Sängerinnen und Sänger - das Doppelkonzert von CantaMare mit den Gästen aus Lübeck, den Baltic Jazz Singers, klang vielen Zuhörern sicherlich noch eine ganze Weile nach. Zwei Chöre mit unterschiedlichem Charakter präsentierten sich im Rahmen des A-cappella-Festivals des Wilhelmshavener Pumpwerks am 23. März 2019 und boten Chormusik der Extra-Klasse - fröhlich, mit viel Drive und Groove, CantaMare mit hälftigem Anteil an deutschsprachigen Arrangements, die Baltix rockiger und mit einigen Soli. Mit dem gemeinsam gesungenen Volkslied "Dat du min Leevsten büst" im Arrangement von Nane Bache verabschiedeten sich die die beiden Ensembles nach fast drei Stunden von ihrem Publikum.
Empfangen wurden die Lübecker mit dem schon legendären CantaMare-Backstage-Bufett, nach dem Konzert feierten die Chöre in der Pumpwerk-Gastronomie. Am nächsten Tag nutzten etliche Baltix noch die Gelegenheit, bei einer kleinen Südstrandpromenaden-Führung Wilhelmshavens Sonnenseite kennen zu lernen und ein wenig von der jungen Geschichte der Stadt zu hören - und dass von Wilhelmshaven aus der Funke der Revolution hundert Jahre zuvor zündete. Stand das Konzert doch nicht zuletzt unter dem Motto "150 Jahre Wilhelmshaven".
"September" im November:
CantaMare hellte Stimmung auf
Wenn es die Telefonseelsorge nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Seit 30 Jahren besteht sie im ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven. Rund um die Uhr sind ehrenamtliche Seelentröster, Ratgeber, ja manchmal auch Lebensretter am Hörer, um Menschen in Untergangsstimmung den Rettungsring zuzuwerfen.
Zur Unterstützung der Telefonseelsorge ein Benefizkonzert zu geben, war den Sängerinnen und Sängern von CantaMare am Sonnabend, 10. November 2018, deshalb eine Freude. "September - fröhliche Lieder gegen den Blues im November" haben sie ihren Auftritt in der Schortenser St.-Stephanus-Kirche betitelt. Rund 150 Zuhörer gingen zum Schluss beseelt nach Hause.
Denn CantaMare versprach nicht zuviel. Mehrere Chormitglieder leiteten in kurzen, meist humorvollen Ansprachen von einem zum anderen Lied. Moderne Volkslied-Arrangements, beispielsweise das von Line Groth bezaubernd gemachte "Wenn ich ein Vöglein wär / Kommt ein Vogel geflogen", das soulige "Human" von Rag'n' bone man, der Rat "Probier's mal mit 'nem Bass" der Wise Guys, Peter Fox' "Haus am See" oder die Jazz-Ballade "Nature Boy" im Arrangement der "Real Group" setzten ganz unterschiedliche musikalische Akzente.
Vom Reinerlös in Höhe von 1369 Euro spendet CantaMare 60 Prozent, also 821 Euro an den Förderverein der Telefonseelsorge. Den einbehaltenen Anteil benötigt der Chor für seine Fortbildungsarbeit, insbesondere für die Bezahlung externer Dozenten.
Für den Wünschewagen gesungen
"With a little help from my friends" - dieses Liedmotto von Joe Cocker, gesungen von den Baltic Jazz Singers unter Leitung von Ingrid Kunstreich, geleitete durch das Chorkonzert am 1. September 2018 zum 20. Bestehen der "Baltics" in Lübeck voran. 130 Sängerinnen und Sänger aus fünf Chören, darunter die von CantaMare, sangen zugunsten des "Wünschewagens" des Arbeitersamariterbundes, der Todkranke an Orte fährt, an denen sie gerne noch einmal verweilen wollen. Die Aula der Waldorfschule bot dafür einen sehr schönen Rahmen.
A cappella con chili aus Lübeck, Jazzatax aus Schwerin und Fanjazztic aus Lübeck brachten wie die Baltics und Cantamare je ihre eigenen musikalischen Farben in dieses Konzert ein - ein Genuss für die Ohren und für alle Chöre die Gelegenheit, sich Anregungen fürs eigene Tun zu holen.
Nach dem Konzert fanden sich noch viele Sängerinnen und Sänger zur Feier im Foyer ein, bevor weit nach Mitternacht dieser Abend endete. so mancher nutzte die Gelegenheit zu einem Stadtbummel durch die wunderschöne Lübecker Altstadt. Nur die An- und Abreise war wegen der Staus auf der Autobahn mühselig.
Standing Ovations für Vivid Voices und CantaMare
Zum Schluss gab es Standing Ovations: Mit Oliver Gies' schönem Arrangement von "Die Gedanken sind frei" endete das Doppelkonzert von CantaMare und Vivid Voices am 14. April 2018 im Wilhelmshavener Pumpwerk. 340 Besucher genossen zwei Stunden a-cappella-Gesang auf hohem und höchstem Niveau. Der Hochschulchor aus Hannover hat nicht nur beim Deutschen Chorwettbewerb Bestplatzierungen ersungen.
Vivid Voices, das sind Musikstudenten und einige Altgediente, die stimmlich und atmosphärisch eine hervorragende Aufführung bieten, so auch bei "Friends in concert" im Pumpwerk. Improvisationen, gecoverte Songs und Eigenarrangements gehörten zum Programm, das von der Chorleiterin, der Hochschuldozentin Claudia Burghard, die das Ensemble seit neun Jahren leitet, zusammengestellt wurde. Mit ihrer charmanten Art wussten Burghard und die rund 45 jungen Leute das Publikum schnell für sich einzunehmen.
CantaMare unter Leitung von Susanne Siefken übernahm wieder den ersten Teil des Konzertes. Mit "Human" von Rag'n'Bone Man, arrangiert von Oliver Gies und dem erst von wenigen Chören gesungenen "Nature Boy" im Arrangement von Anders Edenroth für die Real Group steckten zwei neue Perlen im Programm. Doch auch Line Groths Arrangement von "Wenn ich ein Vögleich wär/Kommt ein Vogel geflogen" schwebte wieder musikalisch schön durch den Raum. Bei "Probier's mal mit 'nem Bass" von den Wise Guys hatten die Bässe endlich einmal die Hauptrolle - zum Vergnügen der Zuhörer.
Per Bahn und Schienenersatzverkehr gelangten die Hannoveraner nach Wilhelmshaven, wo ihnen, kaum dass sie aus dem Bus ausgestiegen waren, die gute Nordseeluft auffiel. Die CantaMare-mitglieder hatten ein üppiges Bufett vorbereitet, und so gestärkt ging es in den Soundcheck. Und für das eine oder andere Bier nach dem Konzert in der Pumpwerk-Gastronomie reichte die Grundlage ebenfalls.
Für Vivd Voices stand nach dem schönen Abend fest: Nach Wilhelmshaven kommen sie gern wieder. Die Gastgeber freut's.
Im Groove mit den Glory Voices und Bad Boys
Ein begeistertes Publikum in der ausverkauften Banter Kirche in Wilhelmshaven feierte am 23. September 2017 CantaMare und seine beiden Gastchöre, die Glory Voices aus dem Wilhelmshavener Stadtteil Voslapp und die Bad Boys, der Barberschop-Männerchor aus Dortmund. Chor im Groove - so war das gemeinsame Konzert überschrieben, und ein mitreißender Rhythmus bestimmte tatsächlich diesen Abend.
Die Glory Voices legten mit ihren schwungvollen Gospels vor und heizten die fröhliche Konzertstimmung schon gewaltig an. Solisten im Wechsel mit dem Chor bestimmten den Klang, und gern klatschte das Publikum mit. Anna-Rabea Pacheco leitete den Gesang, der mit internationalen Preisen ausgezeichnete kubanische Jazz-Pianist Jorge Luis Pacheco begleitete die Glory Voices geschmeidig am Klavier oder klopfte mit dem Gitarren-Korpus den Rhythmus.
Den zweiten Konzertteil gestaltete CantaMare als gastgebender Chor. Unter Leitung von Susanne Siefken zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass man musikalisch auf sie zählen kann: "Count On Me", ein noch recht junger Hit im Arrangement von Oliver Gies, der auch "So soll es bleiben" des Pop-Duos "Ich & ich" für Chor setzte, gefiel ebenso wie "Einfach so" des Liedermachers Philipp Poisel und das groovige Carbow-Arrangement "Take the Pressure Down" des Sängers John Farnham aus den Achtzigern. "Butterfly" von der finnischen Gruppe Rajaton beschloss den Part von CantaMare.
Nach einer Pause gehörte der zweite Konzertteil den Männern der Bad Boys aus Dortmund unter Leitung von Dr. Hans Frambach. Als reiner Barbershop-Chor gegründet, singen die hervorragend gestimmten Dortmunder heute auch Popsongs, Gospels und Swing-Titel. Zum Teil sechs- bis achtstimmig boten sie stimmliche Bandbreite vom tiefsten Bass zu höchsten Tenorstimmen. Enge Harmonik, viel und gut einstudierte Choreografie mit viel Witz zeichneten den Auftritt der Bad Boys aus. Umwerfend komisch spielten die Herren aus dem Ruhrpott die "Drunken Sailors" im berühmten Shanty und machten daraus ein Hohelied der Chordisziplin - das Publikum geriet vor Verzückung ganz aus dem Häuschen.
Nach dem von Pastorin Stalling gesprochenen Segen sangen die drei Chöre gemeinsam den Gospel "He is always close to you". CantaMare-Vorsitzender Hartmut Siefken dankte der evangelischen Kirchengemeinde Bant für die Gastfreundschaft.
Helle Gesänge
am Schwarzen Brack
Premiere für CantaMare und Premiere für Neustadtgödens: Der fröhliche Popchor aus Sande mit dem Meer im Namen legte erstmals im historischen Hafenort am Schwarzen Brack musikalisch an. Im Gemeindehaus am alten Deich veranstaltete CantaMare am 5. Mai 2017 in der Veranstaltungsreihe der Gemeinde Sande "Cultura Neustadtgödens" ein abendfüllendes Konzert.
Susanne Siefken gab den Kurs durch das Meer der Popmusik vor. Neue Hits sowie nationale und internationale Klassiker verzauberten in schicken und anspruchsvollen Arrangements das Publikum. Mehrere Chormitglieder moderierten humorvoll durch das Programm, wobei der Bass in der zweiten Konzerthälfte eine Sonderrolle für sich beanspruchen durfte. "Probier's mal mit 'nem Bass" hatte Premiere bei CantaMare und kam, wen wundert's, super an. Kleine choreografische Einfälle lockerten den Auftritt optisch auf.
Time after Time - eine
schöne Zeit mit Gesang
Der Sommer ist gegangen, der Herbst gekommen: "Time after time", der 80er-Jahre-Hit von Cyndi Lauper, zählte zu den neuen Liedern des Pop- und Jazzchchores CantaMare, der am 30. September 2016 in der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven sein Publikum einmal mehr bezauberte. Der Chor unter der Leitung von Susanne Siefken sang ein abendfüllendes Programm auf Einladung der Kirchengemeinde. Zwei Drittel des Erlöses - es wurde am Ausgang eine Spende erbeten - ging an den Förderverein der Evangelischen Familienbildungsstätte. Das Publikum spendete nicht nur reichlich und stehend Applaus, sondern auch ein erkleckliches Sümmchen - insgesamt 800 Euro. Sänger und Förderverein danken.
Sommerzeit-Konzert in Bockhorn
Ein fröhliches Konzert bot der Pop- und Jazzchor CantaMare im Frühsommer 2016 seinem Publikum in Bockhorn. In der schönen Hallenkirche mit ihrer wunderbaren Akustik machte es nicht nur den Sängerinnen und Sängern viel Spaß, ihr Bestes an Gesang zu geben, sondern auch dem Publikum zuzuhören. Das zeigte sich auch in der großzügigen Kollekte von rund 640 Euro, die zur Hälfte dem Verein Schlüsselblume für dessen Beratungsarbeit gespendet wird. Die Schlüsselblume kümmert sich um Opfer sexueller Gewalt in Wilhelmshaven und Friesland. Allen Gebern sei an dieser Stelle herzlich gedankt.